Gartentipp des Monats

Stippe und Glasigkeit schränken die Lagerfähigkeit von Äpfeln ein. In einem heißen, trockenen Erntejahr wie 2018 können diese Beeinträchtigungen der Fruchtqualität vermehrt auftreten.

mehr...

Samstag, 9. Juni 2018

Gartenpflegerkurs Teil 2 - Natürlich gut: Gemüseanbau im Hausgarten

In dem Ganztages-Kurs, den der Kreisverband am 9. Juni für alle Gartenbauvereinsmitglieder und interessierte Gäste anbot, ging es um Grundlagen und um Tricks und Kniffe rund um den Anbau von Gemüse im Hausgarten. Wie wird ein Gemüsegarten fruchtbar gehalten, welche Hilfsmittel zur Ernteverfrühung sind sinnvoll und was muss ein Freizeitgärtner wissen, damit gesundes Gemüse ohne Chemie gedeiht? Besondere Bedeutung hat in den Zeiten des Klimawandels das Wassermanagement und das richtige Gießen, denn Witterungsextreme wie lange Hitze- oder Trockenperioden setzen den Gemüsepflanzen zu.

Der Mustergarten der LWG an der Galgenfuhr zeigt viele Lösungen für das urbane Gärtnern

Wer den Anbau von eigenem Gemüse im Garten betreibt, weiß, dass biologisches Gärtnern ein umsichtiges Einbeziehen aller Einflüsse im Garten meint. Manches hat man im Griff: Lage der Gemüsebeete, Sortenwahl, Jungpflanzen-Qualität oder wie häufig die Pflanzen gegossen, der Boden gelockert oder gemulcht wird. Bei Witterungsverlauf und eventuell auftretenden Krankheiten oder Schädlingen wird es schon schwieriger. Doch kluge Gärtner bauen vor: Viele Standortfaktoren und Wachstumsbedingungen lassen sich von vornherein so ausrichten, dass ein pestizidfreier Garten in einem naturnahen Umfeld zum Kinderspiel wird.

Die Ernte der Gemüsefelder der Solawi wird auf die Projektbeteiligten aufgeteilt

Hierzu konnten die Teilnehmer unmittelbar vom Fachwissen unserer Referenten profitieren. Sie vermittelten Grundlagen und verrieten Tricks und Kniffe, wie der Gemüseanbau auf dem Beet die Schwelle zur Gaumenfreude erreicht.

Frau Gundula Holm (AELF Fürth) betreut in Zusammenarbeit mit der LWG Veitshöchheim das Urban-Gardening-Projekt "Lust auf Gemüse in der Stadt" in der Metropolregion Nürnberg und stellte uns ihre Projekte vor.

Herr Tino Hedrich (Ökoakademie und Versuchsingenieur der LWG Veitshöchheim, Außenstelle Bamberg Galgenfuhr) ist Profi-Biogemüsegärtner. Er zeigte uns Anbaumethoden für den erfolgreichen Bio-Anbau von Gemüse im Hausgarten und beantwortete die vielen Detailfragen, die zum Thema aufliefen. Anschließend stellte er in einem Rundgang durch die LWG-Mustergärten die praktische Umsetzung der theoretischen Grundlagen vor.

Zum Abschluss besuchten wir Bamberger Projekte, in denen es um eine neue Art des gemeinsamen Gärtnerns geht. Heike Keppler stellte uns das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft vor, das in enger Kooperation mit der LWG und der Bürgerspitalstiftung auf dem Gelände des ehemaligen Bundessortenamtes an der Galgenfuhr entstand.

Der Selbsterntegarten von "Transition" und die ersten Hochbeete der "Essbaren Stadt Bamberg, vorgestellt von Denis Hébert, rundeten unseren Gartenpflegerkurs ab.