Gartentipp des Monats

Sommerloch für Bienen? Nicht mit unseren Gärten! Auf welche Blüten Honig- und Wildbienen im Hochsommer fliegen, erfahren Sie hier.

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Ihre Ansprechpartner

Als Geschäftsführer des Kreisverbandes Bamberg sind wir für Sie am Landratsamt Bamberg tätig:

Kreisfachberater Uwe Hoff
Dipl.-Ing. (FH) Gartenbau
Tel. 0951/85-527
uwe.hoff@lra-ba.bayern.de

Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch
Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitektur
Tel. 0951/85-534
alexandra.klemisch@lra-ba.bayern.de

Kreisfachberaterin Claudia Kühnel
Dipl.-Ing. (FH) Gartenbau
Tel. 0951/85-515
claudia.kuehnel@lra-ba.bayern.de

Nächster Apfelmarkt

Jedes Jahr am 2. Sonntag im Oktober veranstaltet der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege einen Apfelmarkt, auf dem es ungespritztes Obst frisch von der Streuobstwiese und andere Produkte des Streuobstanbaus zu kaufen gibt.

Wir freuen uns, Sie am 8. Oktober 2017 in Kemmern begrüßen zu dürfen!

Mehr zum Apfelmarkt

Streuobstlehrpfad

Dass Obstbaukultur keine "trockene Kost" ist, beweist ein Spaziergang über den 2012 eröffneten Streuobstlehrpfad des Kreisverbands. Das Obstparadies Bamberger Land lädt ein, die große Sortenvielfalt von Äpfeln und Birnen kennenzulernen und die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten zu entdecken, die auf der Streuobstwiese leben.

Die Kreisfachberatung bietet Führungen über die Obstwiese für Gruppen und Vereine von Frühjahr bis Herbst an. Im Herbst und Frühjahr kann eine Sortenverkostung einbezogen werden, das ganze Jahr hindurch eine Verkostung von Bamberger Apfelsaft, Apfelsekt und Apfelsecco.

Genießen Sie die Geschmacksvielfalt und lassen Sie den Tag in einem nahe gelegenen Gasthaus ausklingen!
Kontakt: Kreisfachberater Uwe Hoff, Tel. 0951/85-527, uwe.hoff@lra-ba.bayern.de

Mehr zum Obstparadies

Der Apfelmarkt im Landkreis Bamberg

Eine Initiative zur Vermarktung von Obst aus traditionell bewirtschafteten Streuobstwiesen - so startete der Apfelmarkt des Landkreises im Jahr 1998 im Innenhof des Naturkundemuseums Bamberg. Seitdem hat sich viel getan: Der Apfelmarkt, zu dem der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege alljährlich am 2. Sonntag im Oktober einlädt, ist zu einem Besuchermagneten geworden.

Was unseren Markt auszeichnet, ist einfach gesagt: Erntefrisches, regionales Obst aus ungespritzten Beständen und Produkte des Streuobstanbaus wie Saft oder Fruchtaufstriche bilden den Kerngedanken des Apfelmarktes. Kulinarische Spezialitäten, die unsere Obst- und Gartenbauvereine und die örtlichen Vereine der gastgebenden Gemeinde anbieten, sichern das leibliche Wohl.

Ergänzt wird das Marktsortiment durch traditionelle Handwerksberufe: Töpfer, Wagner, Drechsler, Steinmetz oder Korbflechter führen ihre Fertigkeiten vor und bieten ihre Produkte an. Auch Kunsthandwerker sind vertreten. Das vielfältige Kinderprogramm, an dem sich Vereine, Schulen, Kindergärten und Kirchengemeinden beteiligen, sorgt garantiert für gute Laune: Wer wollte nicht schon einmal wie ein echter Baumpfleger am Seil klettern, wie Wilhelm Tell mit Pfeil und Bogen auf Äpfel schießen oder selbst Apfelsaft frisch pressen?

Apfelausstellung des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Bamberg

Damit die ökologisch wertvollen Streuobstwiesen auch in Zukunft noch Lebensraum für zahlreiche Tierarten bieten können, müssen sie weiter gepflegt werden. Damit Naturschutz und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen, braucht es gar nicht viel: Nach Jahren der Information und Öffentlichkeitsarbeit hat sich inzwischen ein Stammpublikum eingestellt, das jährlich unseren Apfelmarkt speziell auf der Suche nach den seltenen, schmackhaften alten Sorten absucht, die es im Supermarkt nicht zu kaufen gibt. Im Oktober hat die gesunde, chemisch unbehandelte Ernte Hochsaison. Wer jetzt einkauft und die Äpfel anschließend im kühlen Keller fachgerecht einlagert, hat je nach Sorte bis Dezember, Januar, Februar oder sogar Mai seine Freude an heimischen Vitaminen.

Apfelverkauf Kreisverband für Gartenbau und Landespflege

Dabei hat jeder Apfel seine Zeit: Ganz bewusst züchteten Obstbauern über Jahrhunderte hinweg Sorten, die sie für einen bestimmten Verarbeitungszeitraum oder -zweck benötigten. Einige waren als Most-, Brenn- oder Dörrobst vorgesehen, andere überzeugen als Tafelobst, d.h. sie waren für den Frischverzehr an der festlich gedeckten Tafel gedacht. In den Zeiten vor Kühlschrank, CA-Lager oder Flugtransport bestand die einzige Möglichkeit, die eigene Familie mit frischen Lebensmitteln zu versorgen, in einer sorgsamen Vorratshaltung. Ein geschickter Obstbauer berücksichtigt deshalb bei der Sortenwahl den Zeitpunkt der Genussreife: Sommeräpfel werden schon im Juli oder August reif, dann folgen die frisch vom Baum verzehrfertigen Herbstsorten, und schließlich Winteräpfel, die ihr volles Aroma erst nach einer Lagerzeit von Wochen oder gar Monaten ausbilden. Außerdem gilt: Der Apfelbaum muss auch wachsen wollen! Die Standortbedingungen Boden und Klima machten eine regional unterschiedliche Anpassung der Sorten notwendig, bei der viel züchterisches Können gefragt war. Manchmal sorgte auch der Zufall mit einem Sämling für einen neuen Schatz im Spektrum der lokal angepassten Äpfel oder Birnen.

In einer großen Obstsortenausstellung zeigt der Kreisverband auf jedem Apfelmarkt einen kleinen - und dabei schon recht beeindruckenden - Teil der unglaublichen Sortenvielfalt, die im Lauf der Jahrhunderte entstanden ist. Dieses kulturelle Erbe zu erhalten sehen wir als unsere Aufgabe an. Nicht nur, weil das Obst hervorragend schmeckt, sondern auch, weil im Genreservoir der unterschiedlichen Sorten das Potential für die Zukunft liegt: Je größer der Grundstock ist, auf den man in der Züchtung zurückgreifen kann, desto wahrscheinlicher ist es, dass widerstandsfähige neue Sorten entstehen.

Pomologen Hermann Schreiweis und Werner Nussbaum

Einen ganz besonderen Service konnten unsere Besucher in den vergangenen Jahren oft genießen: Ein Apfelkundler und ein Birnenspezialist sehen sich mitgebrachte Früchte an und helfen bei der Sortenbestimmung. Da es in Deutschland viele tausend Apfel- und Birnensorten gibt - einschließlilch seltener, fast unbekannter Lokalsorten - ist die Frage, was da eigentlich im heimischen Garten steht, nämlich nicht so einfach zu beantworten. Das enorme Wissen, das ein guter Pomologe (=Apfelkundler) im Laufe langer Praxiserfahrung ansammelt, ist weder durch einen flüchtigen Blick in ein Buch, noch durch eine schnelle Internetrecherche zu ersetzen. Kein Wunder, dass die Experten im Herbst Hochsaison haben und nicht in jedem Jahr für unseren Apfelmarkt zur Verfügung stehen können. Umso glücklicher sind wir, wenn es uns gelingt, auf ihr Fachwissen zurück zu greifen.

Unser Tipp: Falls Sie selbst an einer Sortenbestimmung interessiert sind, bringen Sie zum Apfelmarkt bitte mindestens fünf voll ausgereifte und normal ausgebildete Früchte mit, die Sie im Außenbereich der Krone geerntet haben. Bitte achten Sie darauf, dass der Stiel noch an der Frucht ist, denn er ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Lagern und transportieren Sie Ihre Äpfel nicht in Plastiktüten oder Kunststoffbehältern und fassen Sie sie nicht mit stark parfümierten Händen an, denn dadurch verändert sich das typische Aroma der Früchte. Geschmack und Geruch sollten möglichst unverfälscht erhalten bleiben, damit der Apfelkundler Ihr Mitbringsel richtig zuordnen kann. Für das Aufbewahren und Transportieren Ihrer Äpfel eignen sich Stofftaschen, Papiertüten oder Körbe am besten.